Müdigkeit (Teil 1)

Es ist Morgen um 06.15. Ich besteige den Bus und später den Zug Richtung Zürich. Die Menschen, die ich antreffe, sind müde…Man setzt sich im Zug hin, stülpt sich den Kopfhörer um und lässt sich mit Musik berieseln, oder man liest die Zeitung, wo zum Tagesbeginn meistens nichts Aufbauendes zu lesen steht.

Auf meine Frage, ob der oder die Mitreisende noch müde sei, bekomme ich verschiedenste Antworten zu hören.

Da höre ich zum Beispiel: 

– Ja, ich musste noch lange arbeiten…

– Ja, ich habe viel Stress… (sehr oft gehört)

– Ich bekomme einfach zu wenig Schlaf…

– Ja, das ist doch die Frühlingsmüdigkeit…

– etc., diese Liste liesse sich noch beliebig erweitern.

Lebensenergie, wo bekomme ich die her?

Wir Menschen brauchen viel Energie, doch woher „beziehen“ wir diese? Zum Beispiel an der frischen Luft, durch einen Spaziergang oder Joggen an der Sonne und durch gute, gesunde Ernährung. Doch was ist gesunde Ernährung? Ich habe all die Bücher, die ich zu diesem Thema gelesen habe, nicht mehr gezählt und einen „roten Faden“ scheint es darin nicht zu geben. Je nach Wissen und Kulturkreis variiert das schon beträchtlich. Doch was hat eine gesunde Ernährung mit mangelnder Energie zu tun?

Wir kennen weder unseren persönlichen Bedarf noch unseren persönlichen Verbrauch an Nährstoffen, der, je nach Belastung auch Stress genannt wird, sehr grossen Schwankungen unterworfen ist!

Jeder Mensch ist ein Individuum und sehr viele Faktoren fügen sich letztendlich zur beginnenden Müdigkeit bis hin zum Burnout zusammen. Meine Beobachtungen über die Haarmineralanalyse zeigen mir, dass ausnahmslos jeder Mensch, mich mit eingeschlossen, Mängel im Vitalstoffhaushalt hat.

Trotz vieler „Präparate“ kann der Körper seine Ressourcen offensichtlich nicht auffüllen; ich denke dabei vor allem an die Spurenelemente. Bei diesen fallen mir besonders Molybdän, Chrom und Mangan auf. Jedes Spurenelement ist an der Enzymbildung beteiligt (ein Enzym löst Stoffwechselreaktionen aus).

Es gibt einen Grundsatz: „Je weniger, desto wichtiger!“ Auffallend bei den Analysen ist, dass genau diese Spurenelemente immer mehr fehlen und das schon bei Kleinkindern (2+ Jahre alt – siehe Abbildung 1). Zu den Spurenelementen zählen Zink (Zn), Silizium (Si), Kupfer (Cu), Eisen (Fe), Selen (Se), Nickel (Ni), Molybdän (Mo), Silber (Ag), Gold (Au), Cobalt (Co), Chrom (Cr), Lithium (Li), Mangan (Mn) und Vanadium (V). Zu den Mineralien werden Calzium (Ca), Phosphor (P), Magnesium (Mg) und die zwei wichtigen wie Natrium (Na) und Kalium (K) gezählt.

Abbildung 1

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Diese Mängel bei den Kindern kann man nicht einfach mit dem Wachstum weg argumentieren! Aus diesen Mängeln resultieren Entwicklungsstörungen, die nicht selten in Krankheiten enden, ohne hier noch auf Details einzugehen.

Die Müdigkeit betrifft jedoch nicht nur die Kindern sondern alle Menschen jeden Alters! Eine junge Mutter (noch nicht mal 30 Jahre jung) klagte über Müdigkeit. Sie „schleppt“ sich durch den Tag und kann gerade mal das Nötigste erledigen. Bei Müdigkeitsphänomenen darf man nicht einfach davon ausgehen, es sei ein Eisenmangel, wie man gemeinhin denkt, wie uns das Beispiel 2 vor Augen führt.

Abbildung 2

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Im Beispiel 2 sehen wir einerseits, dass der Wert für das Mineral P (Phosphor) deutlich unter der Norm liegt und andererseits dass das Spurenelement Cr (Chrom) bereits fehlt. Bei einem Bluttest können diese Elemente absolut im Normbereich liegen, da das Kreislaufsystem als ein „Transportsystem“ betrachtet werden muss. Das eigentliche Stoffwechselgeschehen findet in den Zellen des Menschen statt und dorthin müssen diese Nahrungsbestandteile letztendlich auch hin gelangen.

Im Beispiel 2 ist noch eine erhöhte Bleibelastung zu erkennen, welche bei Frauen nicht selten vorkommt. Blei ist ein Blut-, Nieren- und Nervengift und lagert sich meistens in den Knochen ein. Wir sprechen im Volksmund gerne noch von einer „bleiernen Schwere“, offenbar nicht ganz zu unrecht.

Fazit: wir können es nicht verhindern, dass wir krank werden, jedoch können wir die Risiken von Krankheiten, die auf Mängel in der Art unserer Ernährung entstehen, sehr wohl beeinflussen.

Kennen Sie Ihren aktuellen Nährstoffstatus? Nein? Dann empfehle ich Ihnen eine Erstanalyse über die Haare machen zu lassen; in weiteren Folgeanalysen zeigen sich dann die Schwachstellen auf.

Tun Sie heute etwas für Ihre Gesundheit, denn wir wissen nicht, was Morgen auf uns zukommt.

Ihr

Markus Oetliker